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Kindesumgangsrecht

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Das Kind hat ein Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen. Dieses Recht ist jedoch nicht einklagbar. Beide Elternteile haben alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert, so z. B. die Herabsetzung des anderen Elternteils oder das Aufhetzen des Kindes gegen ihn. Das Familiengericht greift nur ein, wenn dies zum Wohle des Kindes nötig ist.

Es kann den Umgang einschränken oder ausschließen. Der Wille des Kindes ist zu berücksichtigen.
In der Regel, d. h. wenn das Familiengericht zum Wohle des Kindes nicht anders entschieden hat oder die Eltern es nicht einvernehmlich anders vereinbart haben, gestaltet sich das Umgangsrecht für den nicht ständig mit dem Kind zusammen lebenden Elternteil wie folgt:

Alle 14 Tage freitags ab 15:00 Uhr bis sonntags 18:00 Uhr. Weihnachten, Pfingsten und Ostern jeden zweiten Feiertag von 9:00 bis 18:00 Uhr und in den Sommerferien zwei Wochen. Die Kinder sind abzuholen und wiederzubringen.

Umgangsrecht der Großeltern

Nach § 1685 Abs. 1 BGB haben Großeltern nur dann ein Recht auf Umgang mit ihrem Enkelkind, wenn dies dem Kindeswohl dient. Das Umgangsrecht der Großeltern soll somit nach der gesetzlichen Regelung in verhältnismäßig engen Grenzen gehalten werden. Bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Eltern und Großeltern über den Umgang ist zu beachten, dass das Erziehungsrecht der personensorgeberechtigten Eltern grundsätzlich Vorrang hat. Den Nachweis, dass die Besuchskontakte dem Kindeswohl dienen, müssen die Großeltern führen.

Besteht zwischen den Großeltern und der Mutter des Kindes ein tiefgreifendes Zerwürfnis, weil die Großeltern ihrer Schwiegertochter vorwerfen, am Selbstmord ihres Sohnes und Vaters ihrer Enkelkinder schuld gewesen zu sein, erscheinen Besuchskontakte in einer derart spannungsgeladenen und belastenden Situation dem Kindeswohl nicht förderlich.
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