Arbeitsrecht
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Kündigung wegen Straftat

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Nicht immer rechtfertigt eine Straftat eines Arbeitnehmers zu Lasten des Arbeitgebers eine Kündigung

Ein leitender Angestellter eines Warenhauses erhielt eine fristlose / hilfsweise fristgemäße Kündigung wegen Untreue. Er hatte für sich selbst vom Warensortiment seines Arbeitgebers einen größeren Posten erworben und dabei den Verkaufspreis (so der Arbeitgeber jedenfalls) reduziert. Den Kauf bestätigte sein untergebener Mitarbeiter auf dem Kassenbon.

Das Landesarbeitsgericht Bremen erklärte dazu, im Hinblick auf eine lange Betriebszugehörigkeit von 28 Jahren, fehlender Abmahnungen und der offenen Tat wäre möglicherweise die Kündigung unverhältnismäßig, eine Abmahnung wäre möglicherweise ausreichend gewesen.
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