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Kündigung / fristlose Kündigung

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Die Kündigung eines Dauerarbeitsverhältnisses kann fast jeden Arbeitnehmer ereilen. Kündigungen können jedoch nicht willkürlich oder grundlos ausgesprochen werden. In den meisten Fällen muss eine Frist eingehalten werden. Die rechtlichen Anforderungen an eine wirksame Kündigung sind hoch. Daher treten häufig Fehler auf. Der Grund: Im Arbeitsrecht gibtz es keine zusammenhängenden gesetzlichen Regelungen zu diesem Thema Stattdessen finden sich einzelne Vorschriften in verschiedenen Gesetzen.

Wichtig:

  • Eine Kündigung muss schriftlich erfolgen (elektronische Post reicht nicht), sonst ist sie unwirksam!
  • Wenn Sie eine Kündigung nicht annehmen wollen, empfehle ich Ihnen dringend, sich umgehend anwaltlich beraten zu lassen, denn in den meisten Fällen kann Ihr Anwalt Ihnen helfen! Es gilt hier schnell zu handeln, damit keine Fristen versäumt werden!

Es gibt drei Arten von Kündigungen:

  • die ordentliche Kündigung
  • die außerordentliche (fristlose) Kündigung
  • die Änderungskündigung

Die ordentliche Kündigung

Die ordentliche Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis nicht sofort , sondern erst nach Ablauf einer bestimmten Kündigungsfrist. Die Länge der Frist ergibt sich aus dem Gesetz (übliche Kündigungsfristen siehe nächste Seite), aus Tarifverträgen oder aus dem Arbeitsvertrag selbst. Sie soll dem jeweils anderen Vertragspartner Zeit geben, sich auf das Ende des Arbeitsverhältnisses einzustellen und rechtzeitig einen neuen Arbeitsplatz beziehungsweise einen neuen Mitarbeiter zu finden.

Arbeitgeber, dessen Betrieb eine bestimmte Größe überschreitet, kann seinem Arbeitgeber nicht ohne Weiteres kündigen. Eine Kündigung muss sozial gerechtfertigt sein, sie muss personenbedingt, verhaltensbedingt oder betriebsbedingt erfolgen.

Die außerordentliche (fristlose) Kündigung

Bei einer außerordentlichen (fristlosen) Kündigung wird das Arbeitsverhältnis in der Regel sofort beendet. Eine solche Kündigung bedarf immer eines wichtigen Anlasses. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer müssen begründen, warum nicht einmal die Fortführung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ende der gültigen Kündigungsfrist zumutbar ist.

Die Änderungskündigung

In der Praxis hat sich eine besondere Form der Kündigung durchgesetzt , die Änderungskündigung. Hierbei möchte der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis nicht beenden, sondern zu anderen Bedingungen fortsetzen. Die Kündigung soll diesem Wunsch Nachdruck verleihen.

Befristete Arbeitsverhältnisse - Hier gelten Sonderregelungen

Befristete Arbeitsverhältnisse enden üblicherweise mit Zeitablauf oder mit Erreichung des vereinbarten Zwecks. Eine ordentliche Kündigung ist nur möglich, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.
Eigentlich soll gerade die Befristung eines Arbeitsverhältnisses beiden Seiten die Sicherheit geben, dass eine vorzeitige Beendigung nicht droht.
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